Mahnmal und Begegnungsstätte: Grenzmuseum Schifflersgrund
Sonnabends und sonntags je eine kostenlose Führung
Das thüringisch-hessische Grenzmuseum bietet jeweils sonnabends und sonntags um 11.30 Uhr kostenlose Führungen an. Dabei entfällt die Eintrittsgebühr nicht. Das Museum gilt gleichzeitig als Mahnmal, Begegnungsstätte und Lernort. Man findet es in Asbach-Sickenberg bei Bad Sooden-Allendorf, direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Landschaftlich eingebettet ist es in den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal.
Das Museum informiert eindrucksvoll über die politisch und menschlich schwierige Zeit des geteilten Deutschlands. Sicherungsanlagen wie der Grenzbeobachtungsturm, der 3,20 m hohe Streckmetallzaun, Plattenwege und weitere Relikte der Überwachungstechnik sind im Original erhalten. In verschiedenen Darstellungsformen erleben Besucher den Ausbau der innerdeutschen Grenze von der Demarkationslinie zur Zonengrenze und zum Eisernen Vorhang. Auf dem großen Freigelände zeigt das Museum Militärtechnik aus Ost und West: Kampfhubschrauber, Jeeps, Panzer und Motorräder.
Dem tragischen Schicksal des DDR-Flüchtlings Heinz-Josef Große ist, stellvertretend für andere Opfer der innerdeutschen Grenze, ein Teil der Ausstellung gewidmet. Große fiel dem offiziell nicht existierenden Schießbefehl zum Opfer, als er mit Hilfe eines Frontladers am 29. März 1982 eine dramatische Flucht wagte.
Nach vorheriger Absprache unter Telefon 036087 98409 können Interessierte Führungen, Seminare und ergänzende Multimedia-Präsentationen buchen. Eine Führung umfasst rund 35 Personen, es sind auch mehrere Führungen gleichzeitig möglich. Einzelbesucher können sich auch per Audio-Guide durch das Museum bewegen.
Geöffnet hat das Grenzmuseum von Montag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Es befindet sich in 37318 Asbach-Sickenberg, Platz der Wiedervereinigung 1.